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Schüt­zen­kreis 115 auf den Spuren der Römer

Gruppenbild der Familientagsausflügler.

Für unseren kurzen Fußmarsch hätten die alten Römer sicher nicht mal ein müdes Lächeln übrig gehabt. Unsere fachkompetente Begleiterin durch die „Römerwelt“ in Rheinbrohl erzählte uns unter anderem, dass ein römischer Durchschnittslegionär täglich bis zu 20 Kilometer marschieren musste. Und das im Kettenhemd und mit voller Ausrüstung. Steffen Paul konnte wohl ein Lied davon singen, da er für das Gruppenfoto kurzfristig in die Montur eines Fußsoldaten schlüpfen durfte.

Unser Ausflug am Kreisfamilientag führte uns also wieder an den Rhein, genau an die Stelle, wo der obergermanisch-raetische Limes damals seinen Anfang nahm. Deshalb auch der Beiname des Kastells „Caput Limitis“. Das Kastell in Pohl und die zahlreichen rekonstruierten Wachtürme in Westerwald und Taunus sind ebenfalls Zeugen aus dieser Zeit.

  • Steffen und Regina Paul durften in die römische Bekleidung schlüpfen.

  • In der Stube wurde sich mit Tunika und Kettenhemd eingekleidet.

  • Führung durch die Römerwelt Rheinbrohl.

Die sehr ausführliche, aber trotzdem nicht zu lange Führung gab uns Spätgermanen einen tollen Einblick in das Leben und das Wirken der Römer in der damaligen Zeit. Ergänzt wurde der Rundgang an diesem Sonntag durch zahlreiche Mitmachstationen, an denen Ausschnitte aus dem römischen Soldatendasein erlebbar gemacht wurden. Wie backte man Brot, wie produzierte man Glas und Schmuck, wie wurden Waffen und Baumaterialien hergestellt? Dies und noch viel mehr demonstrierten Hobbyrömer und -römerinnen, nicht nur zur Freude der an diesem Tag der Offenen Tür anwesenden Kinder.

Nach so viel geistiger Arbeit ging es dann im zweiten Teil unseres Ausflugs, wie anfangs erwähnt, per pedes zur Stärkung des Körpers hinauf in den Ortsteil Arienheller. Im „Bauernstübchen“ mit seinem leckeren Speisenangebot fand unser Familientagsausflug am Nachmittag seinen gemütlichen Ausklang.

Fotos: Nadine Groh

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