Laufen, schießen, kämpfen
Rheinland mittendrin mit starken Leistungen bei der DM Target Sprint
Zwei Tage voller Spannung, sportlicher Höchstleistungen und großartigem Teamgeist liegen hinter den rheinischen Target-Sprint-Sportlerinnen und -Sportlern. Bei den Deutschen Meisterschaften im Target Sprint beim SV Sandkrug in Hatten trafen sich die besten Athletinnen und Athleten Deutschlands. Bei sommerlichen Temperaturen, am ersten Wettkampftag noch bei strahlendem Sonnenschein und 26 Grad, kämpften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer um Medaillen, Platzierungen und persönliche Bestleistungen. Für die rheinischen Schützinnen und Schützen sollte es ein äußerst erfolgreiches Meisterschaftswochenende werden, gekrönt von zwei Bronzemedaillen und zahlreichen Platzierungen unter den besten sechs Deutschlands.
Der Samstag stand ganz im Zeichen der Einzelwettkämpfe. Nach zwei Wertungsläufen waren bereits die ersten Entscheidungen gefallen. In der Schülerklasse weiblich zeigte Katharina Wirtz vom SV Lindlar eine starke Leistung und durfte sich über einen hervorragenden 4. Platz freuen. Ihr Vereinskollege Nils Heider setzte in der Schülerklasse männlich noch einen drauf: Mit einer starken Vorstellung sicherte er sich die Bronzemedaille und damit die erste Medaille für das Rheinland an diesem Wochenende.
Auch in der Juniorenklasse waren die rheinischen Farben gut vertreten. Im Halbfinale erreichten Nils Bischof (SV Lindlar) sowie Finn-Lukas Schmidt und Sebastian Mobers (beide SSV Neuss-Reuschenberg 1956 e.V.) die Plätze 12, 13 und 16. Bei den Juniorinnen schafften es die Geschwister Johanna und Judith Wirtz ins Finale. Dort erkämpften sie sich die Plätze 8 und 9. Ein weiteres starkes Ergebnis für den SV Lindlar und das Rheinland.
Starke Damen und Herren
Auch in den älteren Altersklassen überzeugten die rheinischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In der Damenklasse III sorgte Corinna Glombitza vom SSV Neuss-Reuschenberg mit einem bärenstarken 4. Platz für ein weiteres Top-Ergebnis. Landesreferentin Betina Brückmann belegte Rang 7, während Manuela Müller, ebenfalls vom SSV Neuss-Reuschenberg, bei ihrem ersten Start bei einer Deutschen Meisterschaft mit einem tollen 8. Platz direkt ein Ausrufezeichen setzen konnte.
Bei den Herren III erreichte Uwe Albrecht von der St. Seb. Bruderschaft Andernach Kell ebenfalls einen starken 8. Platz. Der Reuschenberger Thorsten Frisch kam auf Rang 11. In der Herrenklasse II durfte sich Stefan Seemann nach zwei Wertungsläufen über einen hervorragenden 5. Platz freuen. Marcel Dix von der SGi Raubach belegte Rang 7.
Besonders groß war das rheinische Starterfeld in der Herrenklasse. Gleich fünf Athleten gingen hier für das Rheinland an die Startlinie. Das beste Ergebnis erzielte Tobias Müller vom SV Lindlar mit einem starken 8. Platz. Die Reuschenberger Melvin Spicker, Tobias Urbach, Daniel Kapp und Jan Müller belegten die Plätze 12, 21, 22 und 23.
Den glanzvollen Schlusspunkt unter den Einzelwettbewerben setzte schließlich Leonie Huth vom SV Lindlar. Mit einer hervorragenden Leistung sicherte sie sich die Bronzemedaille in der Damenklasse I und damit die zweite Bronzemedaille für das Rheinland. Die Reuschenbergerinnen Kathrin Spicker und Marie Glombitza erreichten in dieser Klasse die Plätze 13 und 16.
Sonntag: Teamgeist, Spannung und Target Sprint pur
Am Sonntag warteten mit den beliebten SingleMix-Wettbewerben und den gemischten Staffeln noch zwei besondere Disziplinen auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Und spätestens hier wurde deutlich, was den Target Sprint neben der individuellen Leistung ausmacht: Teamwork, gegenseitige Unterstützung und der Wille, gemeinsam alles zu geben. Im SingleMix der Schülerklasse starteten Katharina Wirtz und Nils Heider als Duo und erreichten einen guten 6. Platz. Bei den Junioren gingen gleich zwei rheinische Duos an den Start. Judith Wirtz und Nils Bischof belegten Rang 6, Johanna Wirtz und Finn-Lukas Schmidt kamen auf Rang 7.
Für einen der spannendsten Momente des gesamten Wochenendes sorgte das Lindlarduo Leonie Huth und Tobias Müller in der größten Wertungsklasse Herren/Damen I. Nach insgesamt fünf 400-Meter-Läufen und vier Schießeinheiten fiel die Entscheidung erst im allerletzten Schlusssprint. Auf den letzten Metern musste sich Tobias Müller seinem Konkurrenten geschlagen geben. Gemeinsam erreichten Leonie Huth und Tobias Müller einen hervorragenden 4. Platz, denkbar knapp vorbei am Podium. Die beiden Neuss-Reuschenberger Duos Melvin und Kathrin Spicker sowie Tobias Urbach und Marie Glombitza belegten die Plätze 15 und 19.
In der Klasse Herren/Damen II erreichten Betina Brückmann und Stefan Seemann Rang 7. Das rheinische Duo Corinna Glombitza und Marcel Dix kam auf Rang 9, während Manuela Müller und Thorsten Frisch als Neusser Duo den 11. Platz belegten.
Mittagshitze und Kampfgeist in den Staffeln
Nach den SingleMix-Wettbewerben wartete bei inzwischen über 30 Grad und sommerlicher Mittagshitze die nächste Herausforderung: die gemischten Staffeln. In der Juniorenklasse ging eine reine rheinische Staffel an den Start. Johanna Wirtz, Nils Bischof und Finn-Lukas Schmidt kämpften sich mit einer starken Mannschaftsleistung auf den 4. Platz. In der Klasse Herren/Damen II bildeten Corinna Glombitza, Stefan Seemann und Marcel Dix eine starke rheinische Staffel und erreichten einen tollen 5. Platz. Den Abschluss der Deutschen Meisterschaften bildete die Staffel der Klasse Herren/Damen I. Gleich drei Staffeln mit rheinischer Beteiligung gingen an den Start. Rheinland 1 mit Leonie Huth, Tobias Müller und Melvin Spicker zeigte eine starke Mannschaftsleistung und belegte ebenfalls den 5. Platz. Rheinland 2, bestehend aus Judith Wirtz, Sebastian Mobers und Daniel Kapp, kam auf Rang 13. Die Staffel des SSV Neuss-Reuschenberg mit Kathrin Spicker, Tobias Urbach und Jan Müller belegte den 14. Platz.
Stolz auf eine starke rheinische Mannschaft
Nach zwei intensiven Wettkampftagen durfte Landesreferentin Betina Brückmann ein rundum positives Fazit ziehen: „Ich bin unglaublich stolz auf unsere Truppe. Wir haben uns zwei Tage lang gegenseitig unterstützt, angefeuert und füreinander gekämpft. Genau das macht unsere Gemeinschaft aus.“
Zwei Bronzemedaillen und acht weitere Top-6-Platzierungen sprechen dabei eine deutliche Sprache. Das Rheinland hat bei diesen Deutschen Meisterschaften eindrucksvoll gezeigt, dass es sich vor der nationalen Konkurrenz nicht verstecken muss.
Noch wichtiger als Medaillen und Platzierungen war jedoch der Zusammenhalt, der während des gesamten Wochenendes zu spüren war. Ob am Start, an der Schießlinie, beim Laufen oder beim Anfeuern neben der Strecke. Die rheinischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer standen füreinander ein. Die Deutschen Meisterschaften in Hatten waren damit nicht nur sportlich ein großer Erfolg, sondern auch ein starkes Zeichen für die Entwicklung des Target Sprint im Rheinland. Mit zwei Bronzemedaillen im Gepäck, zahlreichen Top-Platzierungen und vielen neuen Erfahrungen geht es nun mit viel Motivation in die kommenden Wettkämpfe.
Das Rheinland hat in Hatten gezeigt: Wir können mithalten und wir kommen wieder!
Fotos: Betina Brückmann