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Aus dem Verband

Moderne Sportstätte NRW

200 Millionen Euro für die Zukunft des Vereinssports

Das Land Nordrhein-Westfalen hat mit „Moderne Sportstätte NRW” ein neues, langfristig angelegtes Sportstättenförderprogramm aufgelegt, das Sportvereinen dabei hilft, ihre Anlagen fit für die Zukunft zu machen. Mit einem Gesamtvolumen von 200 Millionen Euro und einer Laufzeit von 2026 bis 2036 setzt das Programm ein klares Signal: Der organisierte Sport in NRW erhält nachhaltige Unterstützung beim Abbau des jahrelang gewachsenen Sanierungsstaus.

Antragsberechtigt sind Sportvereine in Nordrhein-Westfalen, die Mitglied im organisierten Sport sind – etwa über ihren Stadt- oder Kreissportbund oder einen Fachverband. Entscheidend ist, dass der Verein entweder Eigentümer der Sportanlage ist oder diese langfristig nutzt, zum Beispiel als Mieter oder Pächter mit einem ausreichend langen Nutzungsvertrag. Der Verein muss für „Dach und Fach” verantwortlich sein, also sowohl für die bauliche Unterhaltung als auch für den sportlichen Betrieb.

Was wird gefördert?

Das Programm deckt ein breites Spektrum an Maßnahmen ab und ermöglicht damit eine ganzheitliche Entwicklung vereinseigener Sportinfrastruktur:

Bauliche Maßnahmen

  • Modernisierung und Sanierung bestehender Anlagen
  • Instandsetzung schadhafter Bausubstanz
  • Umbau und Erweiterung vorhandener Sportanlagen
  • Ersatzneubau bei nicht mehr wirtschaftlich sanierbaren Gebäuden
  • Neubau von Sportanlagen und Schwimmbädern

Funktionale Aufwertung

  • Barrierefreie Gestaltung von Sportstätten
  • Energetische Sanierung (z. B. LED-Beleuchtung, Wärmedämmung, moderne Heizanlagen)
  • Zeitgemäße Ausstattung von Sportanlagen
  • Ausbau von Vereinsheimen und Aufenthaltsräumen
  • Sportfachlich notwendige Infrastruktur (Zuwegungen, Umkleiden, Sanitäranlagen)

Mindestinvestition

50.000 €

Förderstaffelung

25.000–100.000 € / 100.000–1.000.000 € / über 1.000.000 €

Förderquote

bis zu 90 % der förderfähigen Kosten

Eigenanteil

zwingend erforderlich, kann durch kommunale Zuschüsse oder Eigenleistungen erbracht werden

Die hohe Förderquote von bis zu 90 Prozent ermöglicht es auch kleineren Vereinen, notwendige Investitionen zu stemmen. Der verbleibende Eigenanteil kann durch verschiedene Quellen gedeckt werden – neben Eigenmitteln des Vereins sind auch kommunale Zuschüsse, Spenden oder qualifizierte Eigenleistungen anrechenbar.

So funktioniert das Antragsverfahren

Das Programm ist zweistufig aufgebaut und orientiert sich am bewährten Verfahren des Vorgängerprogramms „Moderne Sportstätte 2022″:

Phase 1: Interessenbekundungsverfahren

Start: 1. Juni 2026

Vereine reichen über das Förderportal des Landessportbundes NRW folgende Unterlagen ein:
Projektskizze mit Beschreibung der geplanten Maßnahme
Nachweis der Eigentumsverhältnisse bzw. Miet-/Pachtverträge
Grobe Kosten- und Finanzierungsplanung

Dieses Verfahren dient der Steuerung und Priorisierung der Förderung und ermöglicht eine erste fachliche Bewertung des Vorhabens.

Phase 2: Antragstellung

Start: voraussichtlich 1. September 2026

Nach positiver Rückmeldung zur Interessenbekundung erfolgt die detaillierte Antragstellung mit vollständigen Unterlagen. Die Abwicklung läuft über das Förderportal des LSB NRW in Zusammenarbeit mit der NRW.BANK.

Strategische Bedeutung für den Vereinssport

Mit der Programmlaufzeit bis 2036 schafft das Land Nordrhein-Westfalen Planungssicherheit für ein ganzes Jahrzehnt. Vereine können langfristige Modernisierungsstrategien entwickeln und schrittweise umsetzen. Das Programm ist damit mehr als eine kurzfristige Finanzspritze – es ist ein strategisches Infrastrukturprogramm für den organisierten Sport.

Der Fokus auf vereinseigene Anlagen ist bewusst gewählt: Während kommunale Sportstätten oft durch andere Förderprogramme erreicht werden, richtet sich „Moderne Sportstätte NRW” gezielt an jene Vereine, die selbst Eigentümer oder langfristige Betreiber ihrer Anlagen sind und damit eine besondere Verantwortung tragen.

Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit

Besonders hervorzuheben ist die Förderung energetischer Sanierungen. In Zeiten steigender Energiekosten und wachsender Anforderungen an den Klimaschutz unterstützt das Programm Vereine dabei, ihre Anlagen energieeffizient zu gestalten. Ob LED-Flutlichtanlagen, moderne Heizungssysteme oder verbesserte Wärmedämmung – diese Maßnahmen senken nicht nur die Betriebskosten, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.

Ebenso zukunftsweisend ist die Förderung von Barrierefreiheit. Inklusion im Sport beginnt bei zugänglichen Sportstätten. Das Programm ermöglicht es Vereinen, ihre Anlagen so zu gestalten, dass sie für alle Menschen nutzbar sind – unabhängig von körperlichen Einschränkungen.

Beratung und Unterstützung

Der Landessportbund NRW hat für das Programm ein eigenes Team Förderprogramme eingerichtet, das Vereine bei allen Fragen unterstützt.

Eine frühzeitige Kontaktaufnahme wird empfohlen, um bereits in der Planungsphase fachliche Beratung zu erhalten und die Erfolgsaussichten des Projekts zu klären.

Vom Vorgängerprogramm lernen

„Moderne Sportstätte NRW” baut auf den Erfahrungen des erfolgreichen Vorgängerprogramms „Moderne Sportstätte 2022″ auf, das mit einem Volumen von 300 Millionen Euro zahlreichen Vereinen geholfen hat, ihre Anlagen zu modernisieren. Die bewährten Strukturen – insbesondere das digitale Förderportal und die enge Zusammenarbeit zwischen LSB NRW, NRW.BANK und den Sportvereinen – werden fortgeführt und weiterentwickelt.

Fazit: Jetzt Chancen nutzen

Mit „Moderne Sportstätte NRW” erhalten Sportvereine in Nordrhein-Westfalen ein leistungsstarkes Instrument, um ihre Sportstätten zukunftsfähig zu machen. Die Kombination aus hoher Förderquote, langfristiger Planungssicherheit und breitem Förderumfang bietet optimale Voraussetzungen für nachhaltige Investitionen.

Vereinen wird empfohlen:

  • Sanierungsbedarfe zu analysieren und zu priorisieren
  • Frühzeitig Projektskizzen und Finanzierungspläne zu entwickeln
  • Kontakt zum Team Förderprogramme des LSB NRW aufzunehmen
  • Das Interessenbekundungsverfahren ab 1. Juni 2026 zu nutzen

Die Zukunft des Vereinssports in NRW wird an vielen Orten gebaut – mit „Moderne Sportstätte NRW” stehen dafür die
Mittel bereit.

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