Wir wollten mit diesem Wettbewerb bewusst eine Brücke zu unseren Ursprüngen schlagen.
Kreisen und Vereinen
Tradition mit moderner Note: Armbrustkönig und -königin bei den Scheibenschützen Reuschenberg
Seit inzwischen 18 Jahren bereichern die Scheibenschützen Reuschenberg ihre gelebte Tradition um ein besonderes Element: Neben dem klassischen Schützenkönig werden jährlich auch ein Armbrustkönig und eine Armbrustkönigin ermittelt. Was einst als zusätzliche Idee begann, ist heute ein fester und beliebter Bestandteil des Vereinslebens und verbindet auf besondere Weise Geschichte mit Gegenwart.
Das Schießen mit der Armbrust verlangt ein hohes Maß an Präzision, Konzentration und Ruhe. Eigenschaften, die die Würde dieses Titels unterstreichen und ihn zu etwas ganz Besonderem machen. Geschossen wird mit einer Sportarmbrust auf eine Ehrenscheibe in zehn Metern Entfernung. Die jeweiligen Sieger dürfen ihre Scheibe traditionell als Erinnerung mit nach Hause nehmen.
Ursprünglich sollte das Armbrustschießen an die Anfänge der Gesellschaft erinnern. In den frühen Jahren wurde der Schützenkönig – wie es der Name „Scheibenschützen“ bereits vermuten lässt – durch Scheibenschießen ermittelt. Diese Tradition hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Mit dem Armbrustschießen lebt sie nun in moderner Form weiter.
„Wir wollten mit diesem Wettbewerb bewusst eine Brücke zu unseren Ursprüngen schlagen“, erklärt Major Heinz-Peter Urbach. „Heute verbindet das Armbrustschießen Tradition und Moderne auf eine ganz besondere Weise.“ Das Event findet traditionell am 1. Mai auf der Sportanlage des SSV Neuss-Reuschenberg 1956 e.V. statt und zieht jedes Jahr zahlreiche Teilnehmer und Zuschauer an.
Im Jahr 2026 sicherten sich Tobias Urbach und Tabea Schmidt die Titel. Auf den weiteren Plätzen folgten Uwe Peeters und Patrick Derrez sowie Daniela Mohr und Cim Schiwon. Der Wettbewerb um die Armbrustkönigswürde ist mittlerweile ebenso spannend und angesehen wie das klassische Königsschießen. Er zeigt eindrucksvoll, wie lebendig, wandelbar und vielfältig das Schützenwesen auch heute noch ist.
Foto: Scheibenschützen Reuschenberg