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Aus dem Verband

Titel, Teamgeist und Temperaturen über 35 Grad bei der LVM Sommerbiathlon

Greifen & ziehen

Zwei Tage voller sportlicher Höchstleistungen, spannende Entscheidungen bis zum letzten Schuss und ein außergewöhnlicher Zusammenhalt unter den Athletinnen und Athleten: Die Landesmeisterschaften des Rheinischen Schützenbundes im Sommerbiathlon boten in Laubach alles, was diesen Sport auszeichnet. Im Rahmen der DM-Qualifikation WEST begrüßte die SV Laubach rund 100 Starterinnen und Starter aus dem Rheinland sowie den benachbarten Landesverbänden Hessen und Westfalen.

Sprint fordert Ausdauer und Präzision

Der Samstag stand ganz im Zeichen des Sprintwettbewerbs. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen wurden zahlreiche starke Leistungen gezeigt. Für ein besonderes Ausrufezeichen sorgte Leonie Huth (SV Lindlar), die als einzige Rheinländerin fehlerfrei durch das Schießen kam.

In der Schülerklasse weiblich sicherten sich Leonor Schüttler-Branco und Katharina Wirtz (beide SV Lindlar) Gold und Silber. Bei den Schülern setzte sich Nils Heider (SV Lindlar) vor Jonas Schmidt (SGi Raubach) durch. Auch in den Juniorenklassen präsentierte sich der rheinische Nachwuchs stark. Judith Wirtz (SV Lindlar) und Finn-Lukas Schmidt (SSV Neuss-Reuschenberg 1956 e.V.) wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und sicherten sich die Landesmeistertitel.

In der Herrenklasse I dominierte Tobias Walter (St. Sebastianus Bruderschaft Andernach-Kell) das Rennen und gewann mit deutlichem Vorsprung. Die weiteren Podestplätze belegten Marc Wedelstedt (Sportschützen Beuel) und Melvin Spicker (SSV Neuss-Reuschenberg). In den Altersklassen Herren II bis IV gingen die Titel an Marcel Dix (SGi Raubach), Uwe Albrecht (Andernach-Kell) und Norbert Wolf (SV Lindlar).

Bei den Damen gewann Leonie Huth die Klasse Damen I vor Carmen Groß (Sportschützen Beuel) und Kathrin Spicker (SSV Neuss-Reuschenberg). Die Landesmeistertitel in den Klassen Damen II und III sicherten sich Anke Schirmer (BSC Adenau) sowie Landesreferentin Betina Brückmann (SV Lindlar).

Massenstart sorgt für packende Entscheidungen

Am Sonntag standen die Massenstartwettbewerbe auf dem Programm. Mit längeren Laufdistanzen und vier Schießeinlagen waren neben Ausdauer vor allem taktisches Geschick und Nervenstärke gefragt.

Mehrere Athletinnen und Athleten knüpften an ihre Erfolge vom Vortag an. Leonor Schüttler-Branco, Nils Heider, Helen Koenen und Finn-Lukas Schmidt sicherten sich jeweils ihren zweiten Landesmeistertitel des Wochenendes. In der Juniorinnenklasse durfte sich diesmal Johanna Wirtz über Gold freuen.

In der Damenklasse I setzte sich Carmen Groß vor Kathrin Spicker und Miriam Dietz (SGi Raubach) durch. Anke Schirmer und Betina Brückmann wiederholten ihre Siege vom Vortag ebenso wie Marcel Dix, Uwe Albrecht und Norbert Wolf bei den Herren II bis IV.

Besonders spannend verlief der Wettbewerb der Herren I. Bis zum letzten Schießen lagen mehrere Athleten aussichtsreich im Rennen um die Medaillen. Erst beim abschließenden Stehendschießen fiel die Entscheidung. Tobias Walter behielt die Nerven und sicherte sich seinen zweiten Titel des Wochenendes. Marc Wedelstedt gewann erneut Silber. Im Kampf um Bronze setzte sich Melvin Spicker auf der Schlussrunde gegen Niklas Berger, Tobias Müller und Tobias Althausen (alle SV Lindlar) durch.

Der schönste Moment kam zum Schluss

Neben den sportlichen Erfolgen bleibt vor allem ein Moment in Erinnerung, der die besondere Atmosphäre des Wochenendes widerspiegelte. Als Tobias Urbach (SSV Neuss-Reuschenberg 1956 e.V.) auf seine letzte Runde ging, wurde er von Helfern, Betreuern und Athleten lautstark unterstützt. Im Ziel warteten zahlreiche Sportlerinnen und Sportler, die Spalier standen und ihn mit großem Applaus sowie einer La-Ola-Welle empfingen.

Dieser Augenblick zeigte eindrucksvoll, dass Sommerbiathlon weit mehr ist als Zeiten, Treffer und Platzierungen. Er steht für Gemeinschaft, gegenseitigen Respekt und die Unterstützung jedes Einzelnen – unabhängig vom sportlichen Ergebnis. „Es ging nicht nur ums Gewinnen, sondern darum, was unseren Sport wirklich ausmacht“, fasste Tobias Urbach diesen Moment treffend zusammen. Auch Landesreferentin Betina Brückmann zeigte sich bewegt: „Solche Augenblicke sind manchmal mehr wert als jede Medaille. Es ist schön zu sehen, wie unser Rheinland-Team immer enger zusammenwächst und füreinander einsteht.“

Bei Temperaturen von bis zu 35 Grad verlangten die Wettkämpfe den Teilnehmenden körperlich und mental alles ab. Dank der hervorragenden Organisation des gastgebenden Vereins fanden die Titelkämpfe dennoch unter optimalen Bedingungen statt.

Starkes Signal für den Sommerbiathlon im Rheinland

Die Landesmeisterschaften 2026 haben eindrucksvoll gezeigt, wie positiv sich der Sommerbiathlon im Rheinland entwickelt. Nachwuchsathletinnen und Nachwuchsathleten überzeugten ebenso wie erfahrene Leistungsträger. Gleichzeitig wurde deutlich, wie stark der Zusammenhalt innerhalb der Sportart gewachsen ist.

Ein besonderer Dank gilt der SV Laubach für die ausgezeichnete Organisation sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern, Kampfrichtern, Betreuern und Unterstützern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Ebenfalls ein Dank an Leonie Huth und Tobias Urbach, die zusammen mit Betina Brückmann, die Siegerehrungen durchführten.

„Wir haben ein Wochenende erlebt, das sportlich wie menschlich begeistert hat. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die mit ihrem Einsatz, ihrer Hilfsbereitschaft und ihrem Engagement diese Meisterschaften möglich gemacht haben. Ebenso danke ich den Betreuerinnen und Betreuern, die unabhängig von Vereinszugehörigkeiten jederzeit bereit waren, insbesondere unseren Jugendlichen schnell und unkompliziert halfen und sie zu unterstützen“, resümierte Landesreferentin Betina Brückmann.

Mit den gezeigten Leistungen haben sich zahlreiche Athletinnen und Athleten für die Deutschen Meisterschaften im September in St. Andreasberg qualifiziert. Das Sommerbiathlon-Wochenende von Laubach wird jedoch nicht nur wegen seiner sportlichen Ergebnisse in Erinnerung bleiben, sondern vor allem wegen des außergewöhnlichen Teamgeists, der an beiden Tagen spürbar war.

Fotos: Betina Brückmann / RSB

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