Unsere Athletinnen und Athleten haben sich unter äußerst schwierigen Bedingungen hervorragend präsentiert. Gerade bei ständig wechselndem Wind, Regen und Lichtverhältnissen war nicht nur schießtechnisches Können, sondern auch mentale Stärke gefragt.
RSB-Gewehrkader überzeugt bei der ersten DSB-Rangliste in München
Mit zahlreichen Spitzenplatzierungen, einer Ranglistenführung und vielen vielversprechenden Ergebnissen hat der Rheinische Schützenbund bei der ersten DSB-Rangliste Gewehr am Bundesstützpunkt Garching-Hochbrück ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Vom 16. bis 19. Juli traf sich Deutschlands Schießsportelite, um die ersten wichtigen Punkte im Kampf um die Nationalmannschaft und internationale Einsätze zu sammeln. Für die Athletinnen und Athleten bedeutete dies zugleich den Auftakt in eine richtungsweisende Ranglistensaison.
Besonders anspruchsvoll gestalteten sich die äußeren Bedingungen. Kräftiger und ständig wechselnder Wind, wiederkehrende Regenschauer sowie wechselnde Lichtverhältnisse verlangten den Schützinnen und Schützen über das gesamte Wochenende höchste Konzentration und eine permanente Anpassung an die Gegebenheiten ab. Umso höher sind die erzielten Leistungen der RSB-Athletinnen und Athleten einzuschätzen.
Für das sportliche Highlight aus rheinischer Sicht sorgte Finnja Rentmeister. Mit zwei konstant starken Wettkämpfen übernahm sie im Kleinkaliber-Dreistellungskampf der Frauen mit einem Schnitt von 587,0 Ringen die Führung der Rangliste und setzte sich gegen die nationale Konkurrenz durch. Auch im Luftgewehr präsentierte sie sich mit Rang acht in überzeugender Form und unterstrich einmal mehr ihre positive Entwicklung auf Bundesebene.
Ebenfalls ein starkes Wochenende erwischte Franziska Driessen. Mit hervorragenden 627,0 und 628,9 Ringen belegte sie im Luftgewehr einen ausgezeichneten vierten Platz und hielt Anschluss an die Spitzengruppe. Auch im Kleinkaliber sammelte sie wertvolle Ranglistenpunkte und bleibt für die kommenden Wettkämpfe in aussichtsreicher Position.
Anna Janßen bestätigte im Kleinkaliber-Dreistellungskampf mit Rang sechs ihre internationale Klasse und unterstrich erneut ihre Zugehörigkeit zur deutschen Spitze. Im Luftgewehr verhinderten hingegen technische Probleme ein Ergebnis auf ihrem gewohnten Leistungsniveau, sodass ihr an diesem Wochenende die entscheidenden Ringe für eine Platzierung in der Spitzengruppe fehlten.
Mit Hannah Steffen-Dix stellte der RSB eine weitere Athletin in der nationalen Spitzengruppe. Mit einem Schnitt von 629,0 Ringen belegte sie Rang zwei im Luftgewehr und demonstrierte eindrucksvoll ihre Konstanz. Im Dreistellungskampf rangiert sie nach den ersten Wettkämpfen auf Platz 14.
Auch Hannah Wehren zeigte solide Leistungen und verschaffte sich mit Rang zwölf im Luftgewehr sowie Platz 21 im Dreistellungskampf eine gute Ausgangsposition für die zweite Rangliste in Suhl.
Bei den Männern stand für Bastian Blos nach einer längeren Wettkampfpause zunächst das Sammeln von Wettkampfpraxis im Vordergrund. Der erfahrene Nationalkaderschütze nutzte die Rangliste, um wieder in den Wettkampfrhythmus zu finden und wichtige Erfahrungen für die kommenden Aufgaben zu sammeln. Trotz eines noch ausbaufähigen Auftakts besitzt er das Potenzial, bereits bei der zweiten Rangliste wieder an sein früheres Leistungsniveau anzuknüpfen.
Auch Franka Janßen und Franziska Stahl behaupteten sich in dem hochklassig besetzten Teilnehmerfeld. Beide sammelten wichtige Ranglistenpunkte und bewiesen insbesondere unter den schwierigen äußeren Bedingungen Kampfgeist und Durchhaltevermögen. Mit Blick auf die zweite Rangliste in Suhl bestehen weiterhin gute Chancen, sich im Gesamtklassement deutlich nach vorne zu arbeiten.
Dass der Rheinische Schützenbund auch im Nachwuchsbereich hervorragend aufgestellt ist, zeigten die Juniorinnen und Junioren eindrucksvoll. Denny Vogelsang erreichte Rang vier im Luftgewehr sowie Platz zehn im Dreistellungskampf und etablierte sich damit in der erweiterten deutschen Spitze. Niklas Mosbach belegte Rang sechs im Luftgewehr und Platz 13 im Kleinkaliber. Bei den Juniorinnen überzeugte Marie Billion mit jeweils Rang sieben im Luftgewehr und Dreistellungskampf. Jana Rühl komplettierte das starke RSB-Ergebnis mit zwei soliden Wettkämpfen und Platz 21 in beiden Disziplinen.
Betreut wurde das RSB-Team während der gesamten Veranstaltung von Landestrainer Thomas Leyendecker sowie den Trainern Katja Blos, Philipp Grommes und Hans-Josef Dohmen. Neben der technischen und taktischen Wettkampfbetreuung lag ein besonderer Schwerpunkt auf der Analyse der sich permanent verändernden Wind- und Lichtverhältnisse, um die Athletinnen und Athleten bestmöglich durch das anspruchsvolle Wettkampfwochenende zu begleiten.
Unsere Athletinnen und Athleten haben sich unter äußerst schwierigen Bedingungen hervorragend präsentiert.
Landestrainer Thomas Leyendecker zeigte sich nach dem ersten Ranglistenwochenende entsprechend zufrieden:
„Unsere Athletinnen und Athleten haben sich unter äußerst schwierigen Bedingungen hervorragend präsentiert. Gerade bei ständig wechselndem Wind, Regen und Lichtverhältnissen war nicht nur schießtechnisches Können, sondern auch mentale Stärke gefragt. Die vielen Top-Platzierungen zeigen, dass wir sowohl in der Spitze als auch im Nachwuchs hervorragend aufgestellt sind. Jetzt gilt es, diesen Schwung mit zur zweiten Rangliste nach Suhl zu nehmen.“
Mit einer Ranglistenführenden, mehreren Top-5-Platzierungen, zahlreichen Athletinnen und Athleten in den Top Ten sowie einer geschlossenen Mannschaftsleistung hat der Rheinische Schützenbund seine Ambitionen eindrucksvoll untermauert.