Der 68. Rheinische Schützentag in Neuss:
Tradition erlebbar gemacht
Mit Gottesdienst, Empfang im Kreishaus des Rhein-Kreis Neuss und einem stimmungsvollen Festabend startete der 68. Rheinische Schützentag am Freitag, den 25. September 2026, in Neuss. Zahlreiche Schützinnen und Schützen, Vertreter der Verbände sowie Gäste kamen zum Auftakt des großen Festwochenendes zusammen. Tags darauf folgte der große Festakt mit anschließendem Zapfenstreich sowie der Verkündung der neuen Majestäten im Rheinischen Schützenbund. Der Schützenumzug mit rund 700 Teilnehmern am Sonntag rundete das bunte Programm ab.
Feierlich begann der Schützentag zunächst am Freitagnachmittag mit einem Gottesdienst im Neusser Münster St. Quirinus und anschließendem Schützenglockenspiel am Neusser Vogthaus. Von dort führte der gemeinsame Marsch zum Kreishaus, wo Landrätin Katharina Reinhold für den Zeitraum des Schützentages symbolisch das Banner des Rheinischen Schützenbundes übernahm. Sowohl Landrätin Reinhold als auch RSB-Präsident Jürgen Treppmann betonten in ihren Reden die Bedeutung des Schützenwesens für die Gesellschaft und bedankten sich für die stets konstruktive gemeinsame Arbeit zwischen Politik und Verbänden.
Am Abend verlagerte sich das Geschehen nach Holzheim. Mit musikalischer Begleitung der „Rhine Area Pipes and Drums Düsseldorf“ zogen Präsidium, Verbände und Gäste in das Festzelt ein. Bezirksvorsitzender Frank Buchholz hieß die Besucher willkommen und auch Albert-Henri Prinz von Merode, Präsident der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen, und Torsten Ziemes, Präsident des Bürgerschützenvereins Holzheim, richteten ihre Grußworte an die anwesenden Schützinnen und Schützen.
Mit Tanzgarde, den Fanfaren „Die Hammer“ und der anschließenden Party fand der erste Tag des 68. Rheinischen Schützentages einen stimmungsvollen Abschluss, ehe es morgen mit dem feierlichen Festakt weitergeht.
Festakt mit Ehrungen und Podiumsdiskussion zum Thema Ehrenamt
Feierlich begann der 68. Rheinische Schützentag gestern – feierlich ging es heute im Festzelt in Neuss-Holzheim weiter. Der symbolische Fassanstich setzte gleich zu Beginn den Rahmen für einen Tag voller Begegnungen, Freude und Gemeinschaft.
NRW-Innenminister Herbert Reul: „Schützen ducken sich nicht weg – Schützen gestalten mit“.
Schlagworte, die auch Schirmherr und NRW-Innenminister Herbert Reul in seinem Grußwort an die anwesenden Schützinnen und Schützen richtete. Sie seien Vorbild für alle: „Schützen ducken sich nicht weg, Schützen gestalten mit“, so Reul, der sich unter anderem auch gegen weitere Verschärfungen des Waffenrechts aussprach und daran appellierte, sich nicht entmutigen zu lassen.
Auch Dr. Matthias Reuber, stellv. Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion in Rheinland-Pfalz und seines Zeichens amtierender Schützenkönig seines Heimatvereins, betonte die Bedeutung des Schützenwesens für die Gesellschaft und dankte dem RSB für die konstruktive Zusammenarbeit in seinem Bundesland. Weitere Grußworte im Festzelt hielten Katharina Reinhold, Landrätin des Rhein-Kreis Neuss, Wilfried Ritzke, DSB-Vizepräsident Tradition & Brauchtum sowie Rainer Wickidal, Ehrenpräsident unseres Partnerverbandes aus Brandenburg.
RSB-Präsident Jürgen Treppmann bei seiner Eröffnungsrede zum Festakt.
In seiner Festrede ließ RSB-Präsident Treppmann bereits anklingen, was später noch zum Hauptthema des Nachmittages werden sollte: Das Thema Ehrenamt. „Ich bin unglaublich stolz auf unseren Rheinischen Schützenbund und auf jede einzelne Ehrenamtlerin, auf jeden einzelnen Ehrenamtler in unseren Reihen. Sie sind das Rückgrat unseres Verbandes. Sie sind diejenigen, die aus einer Satzung ein lebendiges Miteinander machen. Und deshalb möchte ich an dieser Stelle, stellvertretend für uns alle, ein einfaches, aber von Herzen kommendes Wort aussprechen: Danke. Danke für Ihre Zeit. Danke für Ihre Geduld. Danke für Ihren Einsatz, oft im Verborgenen, immer mit vollem Herzen“, so die dankenden Worte des RSB-Präsidenten.
Diesen Worten schlossen sich im Laufe des Tages auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion im Festzelt an. Moderiert von Wolfram Kons fanden Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld, Landrätin Katharina Reinhold, Horst Thoren (EGS), RSB-Ehrenamtskoordinatorin Hilde Mehlkopf sowie Fernsehmoderator Horst Lichter im konstruktiven Gespräch die richtigen Worte, die zurecht mit einer Menge Applaus bedacht wurden. Eines wurde klar: Ohne Ehrenamt geht es nicht!
Genau aus diesem Grund durften sich auch heute verdiente Mitglieder aus dem Rheinischen Schützenbund über besondere Ehrungen freuen. Diese sind im Einzelnen:
RSB-Ehrenbrief
Werner Konz
Kai Bolten
Jan-Wellem-Medaille in Gold
Wilhelm „Wim“ Schmitz
Goldene Verdienstnadel des DSB
Norbert Funkel
Medaille am Grünen Band
Josef Rodenbusch
Wolfgang Griffel
Wolfgang Weber
DSB-Ehrenkreuz in Gold
Heinz-Peter Urbach
Hartmut Weiss
Burkhard Müller
DSB-Ehrenkreuz in Gold – Sonderstufe
Karl-Heinz Pitton
Gustav Hensel
RSB-Biene
Corinna Glombitza
Beate Lindenau-Rübsam
Angela Boy
Hildegard Schneider-Ney
Markus Reifers-Weischer
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RSB-Ehrenbrief für Werner Konz.
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RSB-Ehrenbrief für Kai Bolten.
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Jan-Wellem-Medaille in Gold für Wilhelm „Wim“ Schmitz.
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Goldene Verdienstnadel des DSB für Norbert Funkel.
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Medaille am Grünen Band für Josef Rodenbusch.
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Medaille am Grünen Band für Wolfgang Griffel.
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Medaille am Grünen Band für Wolfgang Weber.
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DSB-Ehrenkreuz in Gold für Heinz-Peter Urbach.
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DSB-Ehrenkreuz in Gold für Burkhard Müller.
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DSB-Ehrenkreuz in Gold – Sonderstufe für Gustav Hensel.
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DSB-Ehrenkreuz in Gold – Sonderstufe für Karlheinz Pitton.
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Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion zum Thema Ehrenamt (v.l.): Horst Thoren (Vizepräsident EGS), Erik Lierenfeld (Bürgermeister Dormagen), Katharina Reinhold (Landrätin Rhein-Kreis Neuss), RSB-Präsident Jürgen Treppmann, Fernsehmoderator Horst Lichter, RSB-Vizepräsident Frank Buchholz, RSB-Ehrenamtskoordinatorin Hilde Mehlkopf und Moderator Wolfram Kons.
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Auch die Verleihung der RSB-Bienen stand während des Festaktes auf dem Programm.
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Der JugendEngagementPreis für das Jahr 2025 ging an den SV Leuzbach-Bergenhausen.
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Sportlerehrung: Das Sportjahr brachte wieder einige Titelträger aus dem RSB hervor.
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RSB-Präsident Jürgen Treppmann verlieh Frank Buchholz und Wolfgang Brüggen als Dank für die Organisation des Schützentages die Präsidentenmedaille.
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Der Dank gilt dem gesamten Orga-Team.
Vergeben wurde im Rahmen des Schützentages auch der JugendEngagementPreis für das Jahr 2025, der für herausragende Jugendarbeit im Verband überreicht wird. In einer denkbar knappen Entscheidung, in der bei über 1.000 zu vergebenden Punkten nur 16 Punkte zwischen Platz drei und eins lagen, setzte sich diesmal der SV Leuzbach-Bergenhausen vor der BSG Holten und dem SSV Neuss-Reuschenberg durch.
Besonders erfolgreich präsentierten sich die Schützinnen und Schützen aus dem Rheinischen Schützenbund auch wieder aus sportlicher Sicht. Einige der Titelträger fanden sich heute in Neuss-Holzheim ein, um persönlich von Landessportleiter Norbert Zimmermann geehrt zu werden.
Zum Abschluss des Festaktes dankte Präsident Treppmann dem Schützenbezirk 04 für die Organisation dieses 68. Rheinischen Schützentages und verlieh sowohl Bezirksvorsitzenden Frank Buchholz als auch Bezirksgeschäftsführer Wolfgang Brüggen die Präsidenten-Medaille.
Melissa Wilbert ist erneut Landesjugendkönigin
Bevor es am Samstagabend zur großen Party überging, stand mit der Proklamation der neuen Landeskönige noch ein großes Highlight auf dem Tagesprogramm. Bereits im vergangenen Jahr sicherte sich Melissa Wilbert von den SpSch St. Helena Xanten die Würde der Landesjugendkönigin, nur um sich kurze Zeit später beim Bundesschützentag des Deutschen Schützenbundes auch zur Bundesjugendkönigin krönen zu lassen.
Im Rahmen des 68. Rheinischen Schützentages in Neuss ging Melissa erneut an den Start und durfte während der feierlichen Proklamation ihre Kette gleich anbehalten. Mit einem Teiler von 20,3 setzte sie sich diesmal vor Victor Liethen (SSV Neuss-Reuschenberg / 35,4) und Eliah Johannes Calaminus (SC Tell Schmalbroich / 39,8) durch.
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Feierliche Proklamation der neuen Majestäten im Rheinischen Schützenbund.
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Die neuen Majestäten: Landesjugendkönigin Melissa Wilbert (3.v.l.), Landesseniorenkönig Andre Bernhardt (4.v.l.) und Landeskönigin Nina Weyrauch (5.v.l.).
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Vom Festzelt ging es für den großen Zapfenstreich per Fußmarsch zum alten Rathaus in Neuss-Holzheim
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RSB-Präsident Jürgen Treppmann bei seiner Rede zum Zapfenstreich.
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Ein imposantes Bild bot sich den Gästen bei der feierlichen Zeremonie.
Erstmals wurde in diesem Jahr auch die Landesseniorenkönigswürde ausgeschossen. Im Auflage-Wettbewerb setzte Andre Bernhardt (SV Wildschütz Aue Remscheid) mit einem Teiler von 5,3 den besten Schuss und ist damit erster Landesseniorenkönig des Rheinischen Schützenbundes. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Josef Berkemeier (SV Köln-Bayenthal / 5,6) und Nikolaus Neuville (SSV Neuss / 8,5).
Neue Landeskönigin und damit Nachfolgerin von Judith Schmitz ist Nina Weyrauch. Die Schützin vom SSC Drove setzte sich mit einem Teiler von 12,1 vor dem Xantener Geschwisterpaar Anna Lena und Annika Kropmann durch, die einen Teiler von 15,0 bzw. 21,5 erzielten.
Im Vorfeld der Proklamation marschierte eine große Delegation für den großen Zapfenstreich vom Festzelt zum alten Rathaus in Neuss-Holzheim. In Gedenken an alle Gefallenen legten RSB-Präsident Jürgen Treppmann und Bezirksvorsitzender Frank Buchholz am Kriegerehrenmal auf dem Vorplatz den Kranz nieder.
Fotos: Daniel Höfelmanns