Für mich ist es eine Ehre im DSB-Kader zu sein und Deutschland repräsentieren zu können.
Katja Blos: So habe ich die Armbrust-EM als Teilnehmerin erlebt
Eines vorweg: Für mich ist es eine Ehre im DSB-Kader zu sein und Deutschland repräsentieren zu können. Zudem unserem Verband Ehre zu machen. Armbrust ist eine Herzenssache, ich schieße diese Disziplin, weil sie mir sehr viel Spaß macht. Was soll ich sagen, es war ja nicht meine erste EM, oder internationaler Wettkampf. 2015 durfte ich mit zur WM nach Ulan-Ude / Russland und das war schon ein richtig tolles Erlebnis.
Die Woche in Frankreich / Châteauroux war richtig toll. Der Kader hat sich montags mit einem Bulli auf den Weg gemacht. Gegen späten Nachmittag sind wir in einem sehr schönen Hotel angekommen und konnten uns frisch machen, um zum Essen zu gehen. Direkt um die Ecke vom Hotel war ein kleines unscheinbares Restaurant, welches wir dann die ganze Woche besucht haben.
Medaillengewinn: In der Team-Wertung gewinnt Katja Blos Bronze.
Am Dienstag ging es dann erstmals auf den Stand. Die riesige Olympiaanlage beeindruckt schon von außen. Meilenweit keine Häuser, nur die riesigen Gebäude mit der Skeetanlage anbei. Die französische Delegation hatte für die EM auf der 80 Stände großen KK-Anlage im hinteren Drittel 30 Armbrust-Zuganlagen aufgebaut, auf der wir trainieren und unsere Wettkämpfe schießen konnten. Durch eine nächste Tür kamen wir auf den Stand für Laufende Scheibe, den sie für die 30m Armbrust umgebaut hatten. Nach dem Training am Dienstag gab es eine Eröffnungsfeier mit vielen Gästen. Ja, wie gesagt sehr beeindruckend.
Mittwoch und Donnerstag durfte ich dann endlich ran und ich habe mich sehr gefreut, im Einzel das Finale schießen zu dürfen. Mit der Mannschaft wurden wir Dritter, was uns sehr stolz gemacht hat. Es ist nicht selbstverständlich, bei einer Europameisterschaft eine Medaille mit nach Hause nehmen zu dürfen.
Mittwoch durfte ich dann noch mit Marius Klockers Mixed schießen, aber leider hat es da um einen Ring nicht mit dem Einzug ins Finale gereicht. Wir haben dann umso mehr unsere anderen Sportler, die es geschafft haben, angespornt und bejubelt. Alles in allem bin ich sehr stolz dabei gewesen zu sein und freue mich jetzt auf die nächsten anstehenden Wettkämpfe.
Fotos: RSB